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MAGAZIN

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Armin Schwarz: Ein großes Puzzle
17.10.2018

 „Es spielt für mich keine Rolle, ob es die Erinnerung an den Sieg in Spanien ist oder ob ich mit meinen Kumpels Rallye gefahren bin. All die Erfahrungen, die ich während meiner Rallyekarriere machen durfte, sind wie ein großes Puzzle in meinem Kopf, für das ich unendlich dankbar bin.“

 

Armin Schwarz ist der letzte deutsche Sieger eines Weltmeisterschaftslaufes und einer der Rallyefahrer, die am längsten in der Rallyeweltmeisterschaft aktiv fuhren. Heute ist der begnadete Pilot Markenbotschafter des Versicherungsspezialisten OCC. Denn mit OCC teilt Armin Schwarz die große Leidenschaft für Oldtimer.

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Doch zurück zum Anfang…

 

Das Rallyefahren war eine späte und zufällige Entdeckung des 55-jährigen: „Zu Beginn meiner Kfz-Lehre bin ich Motocross gefahren. Mein Lehrherr war Rallyefahrer und nahm mich mit zu seinen Rennen. Für mich stand schnell fest: Das will ich ausprobieren!“

Das entscheidende Testereignis war die Rallye Monte Carlo. Für Schwarz und seine Kollegen wurde die Fahrt zu einem so emotionalen Erlebnis, dass die Rallyeleidenschaft außer Frage stand. „Wieder zu Hause angekommen, haben wir sofort angefangen uns ein Auto aufzubauen, um richtig Rallye zu fahren.“ Denn Schwarz und seine Arbeitskollegen konnten als waschechte Schrauber alles selbst machen. Dadurch wurde das Hobby finanzierbar: „Mit wenig Geld konnte man sich damals ein solides Rallyeauto aufbauen. Über den Job kamen wir günstig an Ersatzteile, gebastelt haben wir selbst.“, erzählt der zweifache Familienvater.

 

Den Einstieg in den ernsthaften Rallyesport nahm Schwarz trotzdem bewusst sachlich: „Für mich galt es von Anfang an, folgende Fragen zu beantworten: Macht das Spaß? Habe ich genug Talent? Kann ich mir das leisten?“ schildert er. Die Antworten lagen schnell auf der Hand: „Spaß hatten wir jede Menge, mein Talent schien ausreichend und die Kosten beschränkten sich durch unsere Arbeit auf Hotelübernachtungen, Reifen und Benzin.“

Und so machte Armin Schwarz weiter. Die Karriere wurde internationaler und die Rallyeteilnahmen ernsthafter. Aus heutiger Sicht blickt der gebürtige Franke auf eine sehenswerte Karriere: Deutscher Meister 1988, Gewinn der Rallye Spanien 1991, Europameister 1996 – um nur einige Highlights zu nennen.

 

Junge, mach doch etwas Vernünftiges!

 

Da Armin Schwarz erst nach seiner Ausbildung so richtig ins Rallyeleben startete, war er selten der klassischen Elternkritik ausgesetzt, er solle doch besser einen vernünftigen Beruf ergreifen. Trotzdem waren seine Eltern nur anfangs und insgesamt selten bei seinen Rennen vor Ort: „Je größer und schneller meine Rallyes wurden, desto weniger waren meine Eltern bereit, mir zuzusehen. Sie sorgten sich und waren einfach froh, wenn ich wieder zu Hause in der Tür stand.“

 

Dieses Eltern-Kind-Verhältnis scheint sich für Armin Schwarz gerade umzukehren. Denn sein Sohn Fabio ist inzwischen 13 Jahre alt und sitzt äußerst motiviert im Rallyecockpit. „Natürlich freut es mich, dass Fabio so viel Freude am Rallyefahren hat – ich kann es schließlich bestens nachvollziehen.“, schmunzelt Schwarz. Nun coacht er seinen Sohn und setzt, genau wie damals für sich selbst, viele Tests und Probefahrten voraus, bevor er investiert. „Wir sind in der Findungsphase. Motorsport ist einfach komplizierter als Fußballspielen. Wir machen weiter, wenn er sein Talent uneingeschränkt unter Beweis stellt!“, sagt Schwarz bestimmt. „Ich habe viel Erfahrung in der Nachwuchsarbeit und kenne den Moment, in dem man einsehen muss, dass es für den einen oder anderen Fahrer nicht weitergeht. So eine Entscheidung für den eigenen Sohn zu treffen, wäre natürlich besonders hart.“

Ob Schwarz Angst um seinen Sohn hätte? Die Antwort ist ein „noch nicht“: „Derzeit kann ich noch alles regulieren und würde nichts zulassen, wovor ich wirklich Angst hätte. Bis dato ist es also erträglich. Das kann sich aber schlagartig ändern, wenn es ernster wird, da mir sehr klar ist, welches Risiko man für Erfolg eingehen muss.“ Darüber will er sich aber erst Gedanken machen, wenn es soweit kommen sollte.

 

Aus Rallye wird Oldtimerrallye

 

Auf der Rallyestrecke mag Schwarz es schnell und sportlich. Klassische Fahrzeuge haben es ihm dennoch angetan, denn im Oldtimer geht es noch ums echte Autofahren: „Das Fahrgefühl ist bei einem Oldtimer sofort da. Moderne Autos nehmen einem dieses Gefühl durch Fahrhilfen und Assistenzsysteme. Bei einem Oldie muss ich selbst aktiv und immer hellwach sein. Schalten, Zwischengas – ich muss mich auf das Auto einlassen, in dem ich sitze und mich fragen, wie der Wagen damals gebaut wurde, um es richtig fahren zu können.“

 

So liegt es nicht fern, dass Schwarz oft auf Oldtimerrallyes unterwegs ist. Vor fünf Jahren startete er dadurch – nahezu aus Versehen – seine Karriere als Rallyeleiter: „Die Rallyes sind zu mir gekommen. Ich war oftmals als Gaststarter auf Rallyes unterwegs, zum Beispiel als Fahrer des Vorausautos. Dadurch habe ich auch mal bei der Streckenausarbeitung mitgewirkt und schnell festgestellt, dass mir die Arbeit gefällt. Und dann lag auch schon ein Angebot auf meinem Tisch, die Rallyeleitung zu übernehmen.“, erzählt er lachend.

Neben der Kitzbüheler Alpenrallye und der Alberg Classic Car Rally in seiner Wahlheimat Österreich, hat der 55-Jährige in diesem Jahr bereits zum dritten Mal die OCC-Küstentrophy als sportlicher Leiter ausgerichtet: „Die Oldtimerrallyes bringen mir und meinem Team großen Spaß. Es ist immer toll, dabei zu sein. Die OCC-Küstentrophy hat es mir besonders angetan. Natürlich ist es für uns Arbeit, aber die Nähe zum Meer und das gesamte Ambiente lassen uns alle für drei Tage in eine familiäre Rallyewelt unter Gleichgesinnten eintauchen. Das sind Tage, an die man sich gerne erinnert.“

 

Und sonst so?

 

Die Oldtimerrallyes sind nur ein Steckenpferd des 1,75 Meter großen Energiebündels, der sich in seinem beruflichen Dauersprint durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Nach seiner 17-jährigen WRC-Profikarriere, in der er insgesamt 112 Rallyes fuhr, hat Schwarz dem Cockpit noch lange nicht abgeschworen. Seit 2006 nimmt er unter anderem an der Baja (Bacha) 1000 teil. Dem legendären Wüstenrennen durch die mexikanische Baja California, dass sich in den USA den Namen „The World’s Greatest Motorsports Event“ gemacht hat. Und das nicht ohne Grund: Das Rennen auf der niederkalifornischen Halbinsel Mexikos zählt zu den längsten und härtesten Autorennen der Welt. Gefahren wird mit Trophy-Trucks, die optisch als kleiner Bruder eines Monstertrucks durchgehen. Für Rallyeeuropameister Schwarz ist das eine Herausforderung ganz nach seinem Geschmack: „Mit zunehmendem Alter wird einem bewusst, dass man vermutlich keine 20 weiteren Jahre mehr fahren kann. Aber das Gefühl von Competition mag ich immer noch sehr. Außerdem ist es mir wichtig, nah am Thema zu bleiben, damit ich weiß, was ich verkaufe und den Menschen in meinen Trainings beibringe.“

 

Denn neben diversen Rallyetrainings und der Nachwuchsförderung ist Armin Schwarz mit seiner Rally & Driving Experience in Finnland aktiv. Auf rund 300 Hektar dürfen sich die Teilnehmer des Fahrtrainings bei einem intensiven Coaching austoben. Verschiedenste Strecken halten dabei für jedes Fahrlevel eine Herausforderung bereit: So gibt es für besonders Mutige präparierte Rallyestrecken, die nur mit langen Spikes und Rallyeautos befahrbar sind.     

 

Privatleben

 

Mit seiner Frau, Sohn und Tochter lebt Armin Schwarz seit vielen Jahren in Österreich. In seiner Freizeit begeistert er sich für das Klettern und Wandern. Ein Oldtimer darf in seiner heimischen Garage natürlich nicht fehlen – ein Renn-Oldtimer versteht sich. Um genau zu sein, handelt es sich um einen Lancia Stratos Gruppe 4 Rallyeauto mit einem 6-Zylinder Ferrari Motor aus dem Jahr 1972. Ein sehr besonderes Modell, denn der Besitz eines typischen Klassikers kommt für Armin Schwarz nicht in Frage: „Es muss etwas Seltenes sein. Ein „Jedermann-911er“ bewegt mich nicht. Mein Lancia war damals ein Auto wie ein Ufo – sowas hatte es bis dato einfach noch nicht gegeben. Der Wagen sieht unglaublich spacig aus und hat einen fabelhaften Sound. Mich hat der Stratos schon in jungen Jahren beeindruckt.“

 

Sie möchten mehr über Armin Schwarz erfahren? Schauen Sie sich auf seinen Webseiten um: www.armin-schwarz.com & www.armin-schwarz-driving-experience.com oder folgen Sie ihm auf Facebook

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